„Unsere Mutter Erde ist krank, sie hat hohes Fieber und das steigt weiter. Sie gehört auf die Intensivstation mit ‚Multiorganversagen‘, wenn man die Symptome zusammenzählt, ein echter Notfall“, sagt Dr. Eckart von Hirschhausen, der anlässlich des Weltgesundheitstages der WHO am 7. April die Schirmherrschaft für die 13. Hamburger Klimawoche, Europas größter Klimaveranstaltung, übernimmt. „Denn Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Wir haben lange die Klimathemen viel zu abstrakt verhandelt, so als wäre es eine Frage von Atmosphärenchemie, Eisbären und Meeresspiegel“, sagt von Hirschhausen. Der Arzt, Moderator, Autor und Wissenschaftsjournalist setzt sich seit 2018 für eine medizinisch und wissenschaftlich fundierte Klimapolitik ein. Er ist Mitglied der „Scientists for Future“ und Unterstützer der „Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit“ (KLUG). Zudem hat er die Stiftung „Gesunde Erde – Gesunde Menschen“ gegründetEckart von Hirschhausen bringt es zusammengefasst auf die Formel: „Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde.“

„Unser Körper ist ein guter Lehrmeister, um uns zu zeigen, wie schnell wir bei einer steigenden Außentemperatur buchstäblich zusammenbrechen. Hitzewellen und Hitzetote sind aber nur eine der vielen Auswirkungen. Allergien nehmen zu, Feinstaubteilchen aus Abgasen gehen durch die Lunge direkt ins Blut und tragen zu Herzinfarkt, Schlaganfall und sogar zu Diabetes bei, weil unser Körper sich in einem permanenten Abwehrmechanismus befindet“, sagt Eckart von Hirschhausen. „Die Klimakrise ist die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts. Wir müssen alles tun, was dem Planeten guttut – und gleichzeitig auch unserer eigenen Gesundheit.“

„Dr. Eckart von Hirschhausen ist ein ganz exzellenter Schirmherr, denn Gesundheit und Klima hängen direkter zusammen, als wir glauben“, sagt Frank Schweikert, Initiator und Kurator der Hamburger Klimawoche. „Eckart von Hirschhausen schafft es wie kaum ein anderer, die breite Bevölkerung für wissenschaftliche Themen zu begeistern – und das trotz der teils dramatischen Nachrichten, denen wir uns beim Arten-, Habitat- und Klimaschutz gegenüber sehen.“ Der Weltgesundheitstag der WHO macht uns gerade im zweiten Jahr der Corona-Pandemie überdeutlich, wie untrennbar der Kampf gegen ökologische und gesundheitlicher Gefahren ist. „Der Klimawandel wird einen wesentlich größeren Einfluss auf uns alle und unsere Gesundheit haben, als Corona“, sagt Schweikert. „Und der Klimawandel zerstört jeden Tag mehr Leben als diese Corona-Pandemie.“

Am 18. Mai erschien Eckart von Hirschhausens neues Buch „Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben.“ Es geht um die großen Themen unserer Zeit in überraschenden Zusammenhängen: Klima, Killerviren und Koalas. In diesem „subjektiven“ Sachbuch begibt sich Eckart von Hirschhausen auf die Suche nach guten Ideen für eine bessere Welt.

Die 13. Hamburger Klimawoche wird auch in diesem Jahr wieder aus zahlreichen spannenden Veranstaltungen von Klimawoche e.V., einem Bildungsprogramm für Schüler*innen und Kita-Kindern sowie dem Themenpark Green World Tour bestehen. Um die Gesundheit der Besucher*innen zu gewährleisten, werden wie schon 2020 die Diskussionen, Interviews und Vorträge im Internet gestreamt. Ein breites Netzwerk aus Organisationen, Initiativen und Vereinen wird zudem ab dem 17. September zu vielfältigen Veranstaltungen rund um den Klimaschutz und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in den Stadtteilen einladen.

Die 13. Hamburger Klimawoche im Überblick

  • Diskussionen, Vorträge, Interviews: 17.-26. September 2021
  • Bildungsprogramm: 20.-24. September 2021
  • Green World Tour (Nachhaltigkeitsmesse): 25.+26. September rund um dieHauptkirche St. Petri
  • Informationen: www.klimawoche.de

Foto: (c) Julian Engels