(Update 17.6.) Die 12. Hamburger Klimawoche wird stattfinden – auch oder gerade in Zeiten der Corona-Krise. Denn die mit viel Leid verbundenen Folgen der Pandemie zeigen uns unmissverständlich auf, dass wir was ändern müssen – global, aber auch jede*r Einzelne ist gefordert. Die Klimawoche will wie in den vergangenen Jahren auch einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung leisten und den Expert*innen und Wissenschaftler*innen eine Bühne für Information und Diskussion bieten. Und die Bürger*innen einladen, an diesem Dialog teilzunehmen und sich zu beteiligen.

Die 12. Hamburger Klimawoche wird zwischen dem 20. und 27. September 2020 überall in der Stadt präsent sein. Die zentralen Veranstaltungen sollen wie 2019 auf dem Hamburger Rathausmarkt stattfinden – in diesem Jahr zwischen dem 22. und 27. September. Am Wochenende 26. und 27. September ist dann der Themenpark in Kooperation mit der Green World Tour rund um die Hauptkirche St. Petri geplant.

In der Klimawoche wird es auf dem Rathausmarkt an jedem Tag in den aufgebauten Zelten um ein anderes übergeordnetes Thema gehen. Hier bieten wir schon einmal einen kleinen Überblick über das Vortrags- und Diskussionsprogramm:

  • Artenvielfalt: Eine Million Arten sind in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vom Aussterben bedroht, wenn es zu keinen grundlegenden Änderungen bei Landnutzung, Umwelt- und Klimaschutz kommt, warnt ein Bericht des Weltbiodiversitätsrats. Wir diskutieren darüber, wie man diese dramatische Entwicklung abwenden kann und welche Rolle bei Zoonosen der Klimawandel und unser Raubbau an der Natur spielen.
  • Mobilität: Über die Mobilität der Zukunft sprechen wir mit Expert*innen und klären auch die Frage, wie viel Individualverkehr in unseren Innenstädten noch wünschenswert ist und welche Technik besser ist: Elektro- oder Wasserstoffmobilität? Und wir versuchen die Frage zu klären, warum ein Teil unserer europäischen Nachbarn bei dem Ausbau der Radinfrastruktur so viel weiter sind, als wir in Deutschland.
  • Wissenschaft: Der 25. September wird ganz im Zeichen der Wirtschaft der Zukunft stehen. Es wird um darum gehen, dass Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz auch in einer Industrienation kein Widerspruch sind.
    Die ursprünglich geplante European Researchers’ Night wurde auf den 27. November verschoben.
  • Ernährung: Die Auswirkungen der Ernährung auf den Klimawandel diskutieren wir unter dem Titel „Essen wir die Welt kaputt?“ Und es wird auch darum gehen, wie jede*r Einzelne durch kleine Veränderungen seines Konsums zum Klima- und Umweltschutz beitragen kann.
  • Migration: Den Zusammenhang von Klimawandel und Migration diskutieren wir mit Expert*innen und Seenotretter*innen. Dabei wird es auch darum gehen, wie die Agrarpolitik der Industrieländer zum Beispiel einheimische Märkte in Afrika zerstört. 

Und natürlich gibt es auch wieder ein großes Bildungsprogramm für Schülerinnen und Schüler. Im vergangenen Jahr haben dieses Angebot mehr als 3000 Jugendliche genutzt.
Rund um die St. Petri-Kirche planen wir wieder den Themenpark der Klimawoche, auch in diesem Jahr in Kooperation mit Autarkia als Green World Tour. Zwischen Mönckebergstraße und Speersort werden sich Firmen, Initiativen und Vereine mit ihren nachhaltigen Themen und Produkten präsentieren. Zusätzlich ist in diesem Jahr der Ausbau des Thema nachhaltige Mobilität geplant. Dazu wollen wir auf einer großen Fläche über Elektromobilität, ob nun beim Auto oder Fahrrad, informieren.

Wir wissen heute natürlich noch nicht, welche Veranstaltungsformen im September wieder erlaubt sein werden oder inwieweit uns die Corona-Pandemie weiterhin zwingt, Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Deswegen arbeiten wir daran, möglichst viele Vortragsformate, die wir auf dem Rathausmarkt planen, auch in digitaler Form umzusetzen. Denn eine Absage der Klimawoche kommt für uns nicht infrage. Wer über die Planungen der Klimawoche auf dem Laufenden bleiben möchte, folgt uns bei Facebook und auf Instagram.