Die 12. Hamburger Klimawoche wird stattfinden – auch oder gerade in Zeiten der Corona-Krise. Denn die mit viel Leid verbundenen Folgen der Pandemie zeigen uns unmissverständlich auf, dass wir was ändern müssen – global, aber auch jede*r Einzelne ist gefordert. Die Klimawoche will wie in den vergangenen Jahren auch einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung leisten und den Expert*innen und Wissenschaftler*innen eine Bühne bieten für Information und Diskussion. Und die Bürger*innen einladen, an diesem Dialog teilzunehmen und sich zu beteiligen.

Die 12. Hamburger Klimawoche wird zwischen dem 20. und 27. September 2020 überall in der Stadt präsent sein. Und die zentralen Veranstaltungen sollen wie 2019 auf dem Hamburger Rathausmarkt stattfinden. Am Wochenende 26. und 27. September ist dann der Themenpark in Kooperation mit der Green World Tour rund um die Hauptkirche St. Petri geplant.


In der Klimawoche wird es auf dem Rathausmarkt an jedem Tag in den aufgebauten Zelten um ein anderes übergeordnetes Thema gehen. Hier bieten wir schon einmal einen kleinen Überblick:

 

  • Artenvielfalt: Eine Million Arten sind in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vom Aussterben bedroht, wenn es zu keinen grundlegenden Änderungen bei Landnutzung, Umwelt- und Klimaschutz kommt, warnt ein Bericht des Weltbiodiversitätsrats. Wir diskutieren darüber, wie man diese dramatische Entwicklung abwenden kann.
  • Gesundheit: Nicht nur vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie, werden wir darüber sprechen, wie viel Privatisierung im Gesundheitssystem gut ist und ob eine Rekommunalisierung der Kliniken am Beispiel Hamburgs nicht die logische Folge der Corona-Krise sein müsste. Ebenso wird es um die Gefahr durch Zoonosen gehen, also um Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen oder auch vom Menschen auf Tiere übertragen werden können. Und die Frage, welche Rolle dabei der Klimawandel und unser Raubbau an der Natur spielen.

  • Mobilität: Ist der kostenlose öffentliche Nahverkehr, wie ihn Luxemburg anbietet, eine unbezahlbare Utopie oder die Mobilität der Zukunft? Dieser Frage widmen wir uns genauso, wie dem Thema, wie der Individualverkehr denn zukünftig aussehen wird. Und welche Technik eigentlich besser ist: Elektro- oder Wasserstoffmobilität?

  • Wissenschaft: Der 25. September wird ganz im Zeichen der Wissenschaft stehen. Die European Researchers’ Night bildet das Herzstück dieses Tages. Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Fakultäten berichten im Kurzvortrag von ihren Forschungen. Spannend und informativ.
    Update (12.5.20): Die EU hat wegen der Corona-Pandemie die Researchers’ Night auf den 27. November verschoben.

  • Ernährung: Die Auswirkungen der Ernährung auf den Klimawandel diskutieren wir unter dem Titel „Essen wir die Welt kaputt?“ Und es wird auch darum gehen, wie jede*r Einzelne durch kleine Veränderungen seines Konsums zum Klima- und Umweltschutz beitragen kann.

  • Migration: Den Zusammenhang von Klimawandel und Migration zeigen wir am letzten Tag der Klimawoche auf. Dabei wird es auch darum gehen, wie die Agrarpolitik der Industrieländer zum Beispiel einheimische Märkte in Afrika zerstört. 
Und natürlich gibt es auch wieder ein großes Bildungsprogramm für Schülerinnen und Schüler. Im vergangenen Jahren haben dieses Angebot mehr als 3000 Jugendliche genutzt.

Rund um die St. Petri-Kirche planen wir wieder den Themenpark der Klimawoche, auch in diesem Jahr Jahr in Kooperation mit Autarkia als Green World Tour. Zwischen Mönckebergstraße und Speersort werden sich Firmen, Initiativen und Vereine mit ihren nachhaltigen Themen und Produkten präsentieren. Zusätzlich ist in diesem Jahr der Ausbau des Thema nachhaltige Mobilität geplant. Dazu wollen wir auf einer großen Fläche über Elektromobilität, ob nun beim Auto oder Fahrrad, informieren.

Wir wissen heute natürlich noch nicht, welche Veranstaltungsformen im September wieder erlaubt sein werden oder inwieweit uns die Corona-Pandemie weiterhin zwingt, Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Deswegen arbeiten wir daran, möglichst viele Vortragsformate, die wir auf dem Rathausmarkt planen, auch in digitaler Form umzusetzen. Denn eine Absage der Klimawoche kommt für uns nicht infrage. Wer über die Planungen der Klimawoche auf dem Laufenden bleiben möchte, folgt uns bei Facebook und auf Instagram.