Gesamtschule Hamburg-Harburg
Oberstufenprofil "Ökosystemforschung"
Handlungsstrategien für den Klimawandel entdecken…
Olaf Zeiske (Tutor des Oberstufenprofils Ökosystemfoschung)
Innovationen: Die Einführung der Profiloberstufe in der Hansestadt Hamburg hat der Bildung neue Spielräume eröffnet. Das Oberstufenprofil Ökosystemforschung ist ein Beispiel dafür, wie neue Akzente in der Oberstufenbildung gesetzt werden können. Es verbindet die Fächer Biologie und Geographie (jeweils 4 Unterrichtsstunden) sowie das zweistündige Seminarfach, das wichtige Impulse für Medienkompetenz und Wissenschaftsmethodik setzt.
Kooperation: In Kooperation mit Wissenschaftlern verschiedener Institute der TU Hamburg-Harburg und Universität Hamburg – und stark orientiert an den Zielen des Forschungsverbundprojekts Klimzug-Nord www.klimzug-nord.de
bei dem es um Anpassungsstrategien an den Klimawandel in der Metropolregion Hamburg geht, arbeiten die Schülerinnen und Schüler immer wieder in authentischen Forschungskontexten. Auch unsere Kontakte zu Aldebaran www.aldebaran.org die sich seit der Klimawoche 2010 entwickelt haben, unterstützen unsere Arbeit nachhaltig. Aldebaran ist ein Katalysator für Bildungsideen, von dem zukünftig mehr Schulen in Hamburg profitieren sollten.
Reichweiten: Unsere außerschulischen Arbeiten werden durch die zeitlichen Strukturen des Oberstufenprofils gefördert: der Unterricht verteilt sich auf einen 6– und einen 4-Stundenblock. Der 6-Stundenblock ist als echter Profiltag ausgestaltet, es findet kein anderer Unterricht statt, gerne tauschen wir die einschränkenden Arbeitsmöglichkeiten unserer schulischen Räumlichkeiten mit professionelleren Arbeitsumgebungen.
Perspektivenbildung: Ein mir persönlich wichtiges Ziel ist es, dass heranwachsende Jugendliche kompetenzorientierte Handlungsspielräume zur Aussteuerung ihrer eigenen Zukunft entwickeln. Eigene Handlungserfolge, gewürdigt auch durch externe Experten, sind ein integraler Bestandteil unserer Bildungsarbeit im Profil. Es geht darum, Situationen zu konstruieren, die Selbstwirksamkeiten und akademische Selbstkonzepte systematisch fördern, orientiert an den persönlichen Bildungsinteressen der Schülerinnen und Schüler. Bildung wird bei uns phasenweise zu Werkstatt- und Forschungsabenteuern, die inhaltlich und methodisch facettenreich sind und sich aus ihrem eigenen Prozess heraus entwickeln.
Die Lernentwicklungen dieser Schülergruppe wird durch zwei voneinander unabhängige Evaluationsverfahren begleitet und in einen repräsentativen Vergleich gestellt, mit ersten empirischen Ergebnissen ist ab Mitte 2012 zu rechnen.