Chancen für klimaschonende und nachhaltige Finanz- und Wirtschaftskonzepte

Finanzkrise, Rohstoffverknappung, Energieversorgung und Klimawandel werden zunehmend in einem Zusammenhang gesehen: Kann beispielsweise der drohende Klimawandel als Innovationsmotor wirken? Ist „Green Economy“ die Basis für ein neues Wirtschaftswunder? Welche Impulse kann die Finanzwirtschaft für eine nachhaltige und klimaschonende Wirtschaft setzen? Ist Kohlendioxid ein unternehmerischer Risikofaktor?
Das sind zentrale Fragen, die beim Klimafinanzgipfel erörtert wurden. Dabei standen vor allem Lösungsansätze aus dem Finanzsektor im Vordergrund, die eine Minderung der Kohlendioxidemissionen und die Anpassung an den Klimawandel fördern – und Perspektiven für eine nachhaltige Wirtschaft eröffnen.
Vorträge von renommierten Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sowie Präsentationen vorbildlicher Initiativen und Unternehmenskonzepte gestalteten einen höchst interessanten Sonntagnachmittag.
Der Klimafinanzgipfel ist Teil der der Hamburger Klimawoche und wird vom Climate Service Center zusammen mit dem World Future Council, dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. und der Handelskammer Hamburg realisiert. Die Veranstaltung versucht unterschiedlichste Gruppen von Experten und Wissenschaftlern mit Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik sowie mit Fachjournalisten ins Gespräch zu bringen. Die Tagung ist aber für jeden, der daran interessiert ist, offen und kostenfrei. Es besteht jedoch eine Anmeldepflicht.
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Programm
11:00 Uhr Stehempfang mit Brunch
12:00 Uhr Begrüßung und Einleitung
Veranstalter der Klimawoche (TuTech) und
Gastgeber (Handelskammer)
evtl. Hamburger Politiker
Prof. Reimund Schwarze oder Prof. Guy Brasseur (Climate Service Center, CSC)
Themenblock 1:
Übersichtsvorträge
12:30 Uhr Jakob von Uexküll (World Future Council): Die Kosten der Nicht-Nutzung Erneuerbarer Energien – Der World Future Council stellt seine neueste Studie vor
13:00 Uhr Dr. Reinhard Loske (Umweltsenator in Bremen a. D.): Grünes Wachstum ohne Grenzen?
13:30 Uhr Volker Weber (Forum für nachhaltige Geldanlagen e. V.): Grünes Geld: Möglichkeiten und Grenzen umwelt- und klimaschonender Finanzanlagen
14:00 Uhr Ingmar Jürgens (Climate Policy Initiative, CPI): Klimafinanzierung in Deutschland – eine Bestandsaufnahme (Ergebnisse einer aktuellen Studie)
(jeweils mit anschließender Diskussion)
14:30 Uhr Kaffeepause
Themenblock 2:
Hamburger Klimafinanz-Lösungsforum („Best practices“)
15:00 Uhr Beispiel 1: Das Carbon Disclosure Project (CDP)
ist eine im Jahr 2000 in London gegründete Non-Profit-Organisation mit dem Ziel, mehr Transparenz hinsichtlich der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen zu schaffen. Einmal jährlich erhebt das CDP im Namen von Investoren anhand von standardisierten Fragebögen auf freiwilliger Basis Daten und Informationen zu CO2-Emissionen, Klimarisiken, Reduktionszielen und -strategien von Unternehmen. Das CDP verwaltet die mittlerweile weltweit größte Datenbank ihrer Art. Mehr als 650 institutionelle Anleger unterstützen das Projekt als so genannte „Signatory Investors“. Zusammen genommen verwalten diese Investoren ein Vermögen von mehr als 78 Billionen US-Dollar. Weitere Informationen unter www.cdproject.net
Referentin: Susan Dreyer (oder Laura Bergedieck), Carbon Disclosure Project (CDP)
15:15 Uhr Beispiel 2: Regionale oder thematische Zukunftsfonds als Anlage und Finanzierungsinstrument der Energiewende
Es braucht neue innovative Fianzierungsinstrumente, um die Energiewende zu unterstützen und die enormen Einsparpotenziale im Bereich Energieeffizienz in Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen zu nutzen. Der BAUM Zukunftsfonds ist ein solches innovatives Instrument und verbindet Rendite mit Klimaschutz, da der Anleger drei bis fünf Prozent Verzinsung auf seine Anlage bekommt. Erste Projekte laufen bereits bzw. sind in Planung. Weitere Informationen unter www.baum-zukunftsfonds.de
15:30 Uhr Beispiel 3: Mama AG
MAMA liefert integrierte Lösungen für nachhaltige Business-Modelle durch Start-up Funding, strategisches und strukturelles Company Building (z. B. Optimierung des Business Cases, Marketing, Sales, nachhaltige Beratung). Hinter MAMA steht ein interdisziplinäres Team aus erfolgreichen Unternehmern, Finanzexperten, Spezialisten im Bereich Nachhaltigkeit und international anerkannten Wissenschaftlern. Diese einzigartige Verbindung aus ganz unterschiedlichen Kompetenzen ist entscheidend, um das Thema Nachhaltigkeit in seinen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Dimensionen voran zu treiben. Damit schafft MAMA die Voraussetzung dafür, um aus erfolgversprechenden Ideen und Technologien wirklich nachhaltige Produkte und Unternehmen zu entwickeln. Weitere Informationen unter www.mama.io
Referent: Volker Weber, Mama AG
15:45 Uhr Beispiel 4: Sustainable Business Angels
Die Initiative “Sustainable Business Angels” (SBA) hat sich zum Ziel gesetzt, junge Unternehmer während der ersten Jahre ihres Firmenbestehens in Nachhaltigkeitsfragen zu unterstützen. Dazu zählen die Überprüfung des Business Plans auf ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit und die Bereitstellung bestehender Management-Netzwerke. Unter Einbeziehung externer Experten sollen darüber hinaus Leitlinien für einen langfristigen Unternehmenserfolg und die frühzeitige Implementierung von Corporate Social Responsibility (CSR) in den Unternehmensprozess aufgestellt werden. Die nichtkommerzielle Initiative „Sustainable Business Angel“ ermöglicht jungen Unternehmerinnen und Unternehmern auf bisher einmalige Weise, gemeinsam mit erfahrenen Experten einen ersten Schritt auf dem Weg zu nachhaltigem Unternehmenserfolg zu gehen. Getragen wird die Initiative von der RhönCampus e.G. und der memo AG sowie von der Mediengruppe macondo und dem Institut für Nachhaltigkeitsmanagement. Förderpartner sind das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Europäische Sozialfonds (ESF). Weitere Informationen unter www.sba-initiative.de
Referent: Jürgen Schmidt, memo AG (oder Peter Kowalsky, ehem. Bionade GmbH)
Moderation: Wirtschafts- oder Umweltjournalist
16:00 Uhr Schlusswort: Prof. Reimund Schwarze
außerdem (nur für Medienvertreter):
10:00 Uhr Pressegespräch
