Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

2017_20160719_Logo Stiftung Wasserkunst_blau_150dpiDas ehemalige Filtrationswerk auf Kaltehofe belieferte Hamburg fast 100 Jahre lang mit sauberen Trinkwasser. Von den ehemals 22 etwa fußballfeldgroßen Filterbecken sind noch 20 sichtbar. Charakteristisch sind die 40 sogenannten Schieberhäuschen, zwei an jedem Becken.

Von hier aus regelten die Arbeiter den Zu- und Ablauf der Wassermengen. Zur Trinkwassergewinnung wurde zunächst Elbwasser geschöpft und mittels der Langsamsandfiltration umgewandelt. Aufgrund der zunehmenden ökologischen Belastung der Elbe wurde seit 1964 Grundwasser gefiltert, bereits 1923 begann man damit zusätzliche chemische Reinigungsstufen zu integrieren. 1990 wurde die Anlage stillgelegt und die Insel blieb viele Jahre sich selbst überlassen. Im Rahmen des Agenda 21 Prozess Kaltehofe wurde unter Einbeziehung aller Beteiligten ein Nutzungskonzept erarbeitet und umgesetzt. Am 18. September 2011 schließlich wurde die Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe eröffnet.

In 20 Jahren hat sich auf der Elbinsel Kaltehofe eine beachtliche Artenvielfalt entwickelt. Allein 44 Vogelarten brüten auf Kaltehofe, darunter auch seltene Vertreter wie Dorngrasmücke, Kuckuck oder Nachtigall. Darüber hinaus dienen die Wasserbecken und Flächen vielen Zugvögeln als vorübergehender Lebensraum. Rund ein Drittel aller in Deutschland vorkommenden Fledermausarten leben auf Kaltehofe. Zehn weitere Säugetierarten gehören zur Fauna. In den Becken finden sich mindestens 15 Arten von Weichtieren. Hinzu kommen 281 heimische Pflanzenarten, von denen etwa ein Sechstel als gefährdet in den Hamburger oder nationalen „Roten Listen“ geführt wird.

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