Jugend forscht

Quelle „Stiftung Jugend forscht e. V."Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel der gemeinsamen Initiative von Bundesregierung, Zeitschrift stern, Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen ist es, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Anmelden können sich junge Menschen bis 21 Jahre. Die Teilnehmer suchen sich selbst eine interessante Fragestellung, die sie mit naturwissenschaftlichen Methoden bearbeiten. Den Gewinnern winken Geldpreise sowie Praktika, Studienreisen und die Teilnahme an internationalen Wettbewerben.

Die Teilnehmerin Lara Sophie Grabitz (oberes Bild, Mitte) aus dem erfolgreichen Team 2015 „Die Dual-Graphit-Batterie – eine sichere und grüne Alternative zur Lithium-Ionen-Batterie?“ sowie die Teilnehmerin Lilith Diringer (unteres Bild, links) aus dem Projekt „Was haben Zuckerrüben in E-Autos zu suchen?“ aus dem Wettbewerbsjahr 2016 nehmen am Bildungsprogramm der Hamburger Klimawoche 2016 teil:

Lithium-Ionen-Batterien in Elektroautos sind groß, schwer und aufgrund mancher Inhaltsstoffe auch umweltschädlich. Amandus Krause, Benedikt Alt-Epping und Lara Sophie Grabitz wollten wissen, ob es bessere und umweltfreundlichere Alternativen gibt. In ihren Experimenten verglichen sie selbst gebaute Lithium-Ionen-, Dual-Graphit- und Nickel-Cadmium-Akkus in ferngesteuerten Modellautos. Sowohl bei Reichweite als auch bei Spannung und spezifischer Kapazität schnitt die Lithium-Ionen-Batterie eindeutig am besten ab. Dennoch glauben die Jungforscher, dass sich Weiterentwicklungen des Dual-Graphit-Akkus – insbesondere der Version mit drei Kohleelektroden – lohnen, da eine solche Batterie besonders kostengünstig und umweltverträglich wäre.

Leonie Vieler, Marie Yatou Diop Die Gruppe bestehend aus Leonie Vieler, Marie Yatou Diop und Lilith Diringer haben sich im Folgejahr ebenfalls damit auseinandergesetzt, den momentan eingesetzten Lithium-Ionen-Akkumulator umweltfreundlicher zu gestalten, haben dafür aber einen anderen Ansatz gewählt. Sie haben aus Zuckerrübensirup sphärische Kohlenstoffpartikel, sogenannte Carbon Spheres gewonnen und mit diesen eine neue Anode gebaut. So schaffen sie es auf der einen Seite die momentan hohe Verschwendung von Zuckerrübenabfällen einzudämmen und gleichzeitig die Batterie durch die Einsparung des Graphits, einen Schritt weiter in Richtung Nachhaltigkeit zu bringen.

Jugend forscht – Siegerprojekt „Die Dual-Graphit-Batterie“

Bildquelle: Stiftung Jugend forscht e. V.